• 100% Naturkosmetik

Deo selber machen - ganz einfach von zuhause

durch John Peitschner auf January 29, 2021
Frau mit Armen oben Achseln

Deos sind zweifelsohne aus dem Alltag von vielen von uns nicht mehr wegzudenken - wer ist auch schon gerne unterwegs und zieht einen unangenehmen Geruch mit sich. In diesem Blogbeitrag zeigen wir euch in verschiedenen Varianten, wie ihr selbst ein natürliches Deo herstellen könnt, um weiterhin gut zu riechen - und das für kleines Geld.      

Folgende Fragen werden wir in diesem Beitrag beantworten:
1. Warum sollte man Deo selber machen?
2. Wie stelle ich flüssiges Deo selber her?
3. Wie stelle ich Deocreme selber her?
4. Was gibt es sonst noch zu beachten?


1. Warum sollte man Deo selber machen?

Die Kosmetikindustrie bietet heutzutage für scheinbar jedes Problem eine Lösung. Das geht von einer Creme für straffere Haut bis hin zu Substanzen, die das Haarwachstum steigern sollen. Um das Schweißproblem unter den Armen zu lösen, gibt es zwei Lösungen: Deodorant und Antitranspirant. Wo Ersteres oft nur dafür da ist, Schweißgeruch zu bekämpfen, sollen die Antitranspirante die Schweißentwicklung direkt verhindern. Um das zu erreichen, werden leider oft Inhaltsstoffe verwendet, die nichts auf deiner Haut zu suchen haben und zudem auch noch einige weitere Nebenwirkungen haben können. Der bekannteste Inhaltsstoff, den viele bereits meiden, sind Aluminiumzusätze (ACH). Sie sollen dafür sorgen, dass bei der Anwendung die Poren schließen, wodurch das Schwitzen verhindert werden soll. Bei der Anwendung von Aluminiumsalzen entsteht ein undurchdringliches Alu-Protein-Gemisch auf unserer Haut, was zu Juckreiz und Entzündungen führen kann. Weitere potenziell schädigende Inhaltsstoffe, sowohl in Deodorants als auch in Antitranspirante, sind: Parabene, Mineralöle, Alkohole, Silikone, Konservierungsstoffe und Duftstoffe.  Genau aus diesem Grund empfehlen wir, Deos auch mal selber zu machen. Kaum jemand von euch verlässt doch ohne Deo das Haus - ist ja auch verständlich.


2. Wie stelle ich flüssiges Deo selber her?

Um flüssiges Deo herzustellen, braucht ihr folgende Zutaten:
- 10-12 Tropfen eines ätherischen Öls (zum Beispiel Lavendelöl)
- 2 TL Natron (Natriumhydrogencarbonat, NaHCO3)
- 100 ml lauwarmes, vorher abgekochtes Wasser
- 1 leere Sprühflasche (bekommt man zum Beispiel aus der Apotheke)
- einen Trichter zum Befüllen der Flasche  

Zunächst einmal kocht ihr 100 ml Wasser auf und lasst es anschließend auf eine lauwarme Temperatur runter kühlen. Anschließend gebt ihr es in die Sprühflasche. Als nächstes kommen 2 TL Natron in die Flasche. Natron kann man sowohl in der Apotheke, in vielen Drogerien wie auch in Supermärkten in guter Qualität kaufen. Achtet hierbei zum Beispiel auf die Bezeichnung “Kaiser Natron”. Natron ist ein weißes, basisches Pulver. Es hilft dabei, Gerüche und Säuren zu neutralisieren. Das Natron vermengt ihr dann gut mit dem Wasser, sodass es sich auflöst und die Pulverform verschwindet. Anschließend könnt ihr auch schon die 10-12 Tropfen des von euch ausgewählten ätherischen Öls hinzufügen. Sie wirken teils desinfizierend und pflegend und sorgen, je nach Art des Öls, für einen guten Geruch und sind somit eine optimale Ergänzung zum neutralisierenden Natron. Zudem können sie die Transpiration, also das Austreten von Schweiß aus den Poren, auf natürliche Weise hemmen. Ihr solltet jedoch darauf achten, dass ihr die ätherischen Öle nicht in zu hohen Mengen hinzufügt, da sie oft hoch konzentriert sind. Generell empfehlen wir nur hochwertige ätherische Öle zu verwenden und ihr solltet darauf achten, dass sie Bio-zertifiziert sind. Beliebte Beispiel für ätherische Öle zum Hinzufügen sind Lavendelöl, Limettenöl, Salbeiöl oder Kokosöl.  Ihr könnt, je nach Befinden, auch einige weitere Zusätze hinzufügen, die euch einige weitere Eigenschaften liefern können. Ein paar wenige Tropfen Teebaumöl können zusätzlich antiseptisch und konservierend wirken. Weitere Öle und Fette wie zum Beispiel Jojobaöl und Sheabutter sorgen für eine gute Bindung und eine zusätzliche Pflege - ähnliches gilt für Aloe-Vera-Gel. Bei allen bisher genannten Zutaten gilt jedoch immer die gleiche Regel - seit sparsam und gebt nicht zu viel von einer Zutat hinzu. Habt ihr alles der Sprühflasche hinzugefügt, so vermengt es wieder ordentlich - und fertig ist euer selbst gemachtes Deospray!



3. Wie stelle ich Deocreme selber her?

Um Deocreme herzustellen, benötigt ihr folgende Zutaten:
- 3 TL antiseptisches Pflanzenöl (wir empfehlen Kokosöl)
- 2 TL Natron - 2 TL Kartoffelstärke
- 10-12 Tropfen eines ätherischen Öls deiner Wahl für den Duft
- Schüssel zum Vermengen
- Behälter zum Aufbewahren (zum Beispiel Salbentiegel)  

Als ersten Schritt kommt das Natron und die Stärke in einen Behälter und vermischt es gleichmäßig. Natron dient hier wieder als Geruchsneutralisierer und die Stärke ist dafür da, der Deocreme am Ende eine bessere Konsistenz zu geben. Zudem sorgt sie dafür, dass ihr es später besser verteilen könnt und es an eurer Haut besser haftet. Anschließend gebt ihr nach und nach das antiseptische Pflanzenöl hinzu. Wir empfehlen hier definitiv Kokosöl, weil es eine sehr gut antiseptische Wirkung hat, deine Haut pflegt und vor Entzündungen schützt. Zudem hat es auch einen sehr milden und angenehmen Geruch und schützt die Haut vor Bakterien, Keimen und Pilzen. Achtet beim Hinzugeben darauf, nicht das komplette Kokosöl auf einmal hinzuzugeben. So könnt ihr die Konsistenz besser kontrollieren. Verrührt dann alles solange miteinander, bis eine cremige Paste entstanden ist. Abschließend fügt ihr noch die 10-12 Tropfen des ätherischen Öls hinzu, um der Creme einen angenehmen Duft zu verleihen. Hier empfehlen wir wieder Lavendelöl, Limettenöl oder Salbeiöl. Seid ihr mit der Konsistenz am Ende noch nicht zufrieden, gebt vorsichtig noch ein paar Tropfen des Kokosöls hinzu. Abschließend füllt ihr die Creme in den Behälter um - fertig ist eure eigene Deocreme! Entnehmt bei der Anwendung dem Behälter eine erbsengroße Menge der Creme, tragt es unter euren Achseln auf und lasst es dann kurz einziehen. Gerade im Sommer empfehlen wir, den Behälter kühl zu lagern. Alternativ könnt ihr auch hier wieder Sheabutter, Teebaumöl oder Jojobaöl hinzufügen. Das kann für mehr Haltbarkeit sorgen und bringt eine zusätzliche Pflegekomponente hinzu. Aber wie auch bei dem flüssigen Deo gilt - vorsichtig bei der Dosierung.



4. Was gibt es sonst noch zu beachten?

Habt ihr vorher noch nie Deo selber gemacht und seid unerfahren auf dem Gebiet, so empfehlen wir euch, es erst ein wenig zu testen. Sowohl beim flüssigen Deo als bei der Deocreme solltet ihr anfänglich mit kleinen Mengen arbeiten, um zu sehen, wie empfindlich eure Hautpartien auf die selbstgemachten Deos reagieren.  Fangt also erst einmal mit den einfachen Rezepten an und wenn ihr merkt, dass sie euch sehr gut bekommen, so könnt ihr mit weiteren natürlichen Zusätzen eure nächsten Kreationen noch ein wenig verfeinern.
ZURÜCK NACH OBEN